
Meine Politik. Und was sie mir bedeutet.
Politik ist für mich kein Hobby und kein Amt, das man einfach verwaltet. Politik ist für mich eine Aufgabe – und manchmal auch eine Leidenschaft.
Wenn ich heute zurückschaue, merke ich, wie sehr mich diese Arbeit erfüllt. Nicht wegen der Titel oder Sitzungen. Sondern wegen den Momenten, in denen man wirklich etwas bewegen kann. Wegen den Menschen, die man trifft. Und wegen der Verantwortung, die man trägt, wenn man im Rat das Wort ergreift und weiss: Jetzt hört jemand zu. Jetzt kann etwas entstehen.
Im März 2026 sind Neuwahlen. Und ja – ich möchte noch einmal antreten. Nicht, weil es bequem wäre. Sondern weil ich das Gefühl habe, dass jetzt eine Phase ist, in der ich viel geben kann.
Ich bin im Rat angekommen. Ich kenne die Themen, die Dynamiken, die Brüche – und auch die Chancen. Ich kann vermitteln, Brücken bauen, Spannungen entschärfen. Manchmal werde ich sogar von Politikerinnen und Politikern aus anderen Fraktionen um Rat gebeten, auch von links. Das berührt mich. Denn Vertrauen über Parteigrenzen hinweg ist nichts Selbstverständliches.
Auch ausserhalb des Parlaments bin ich tief vernetzt. Als Präsident Wirtschaft Thun Oberland und Volkswirtschaft Berner Oberland stehe ich täglich in Kontakt mit Unternehmerinnen und Unternehmern, mit Menschen, die Verantwortung tragen, Arbeitsplätze schaffen, Risiken eingehen. Ihnen zuzuhören und ihre Anliegen in die Politik zu tragen – das ist für mich ein Privileg.
Und ein Punkt ist mir besonders wichtig:
In einem Kantonsparlament kann man unheimlich viel Wirkung entfalten. Mehr als viele denken. Oft sogar mehr als im Nationalrat.
Denn hier entscheiden wir über Themen, die den Menschen direkt begegnen:
Bildung und Schulen, Sicherheit, Steuern, Soziales, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder das Gesundheitswesen. Pro Session stimme ich über 200 bis 250 Vorlagen ab. Das ist ein riesiges Privileg – aber auch ein Moment der Ehrfurcht. Jede einzelne Abstimmung verändert etwas im Leben der Menschen in unserem Kanton.
Genau deshalb möchte ich noch einmal eine Legislatur anhängen:
Weil ich weiss, dass ich etwas beitragen kann.
Weil ich gerne Verantwortung übernehme.
Und weil ich das Gefühl habe, dass jetzt eine gute Zeit dafür ist.
Wie es danach weitergeht?
Auch das gehört zur Ehrlichkeit: In den nächsten zwei Jahren werde ich mir ernsthaft überlegen, ob der Schritt in die nationale Politik eine Option ist. Nicht aus Ehrgeiz, sondern aus der Frage heraus: Wo kann ich am meisten Wirkung erzielen? Für unsere Region. Für die Wirtschaft. Für unsere Lebensqualität.
Für den Moment aber zählt etwas anderes:
Ich habe Freude an meiner Arbeit.
Ich spüre Vertrauen.
Und ich möchte dieses Vertrauen auch weiterhin rechtfertigen.
Und wenn Ihr noch immer nicht wisst, welche Haltung ich in der Politik vertrete, hier die "Ten Cannots" von William J.H. Boetcker, welche alles gut zusammenfassen:
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Du kannst die Schwachen nicht stärken, indem du die Starken schwächst.
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Du kannst demjenigen, der wenig hat, nicht helfen, indem du demjenigen, der viel hat, etwas wegnimmst.
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Du kannst keinen Wohlstand schaffen, indem du das verdienstvolle Eigentum anderer vernichtest.
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Du kannst nicht helfen, ohne die Last des Einzelnen zu erleichtern, wenn du Verantwortung übernimmst, die er selbst tragen sollte.
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Du kannst keinen Menschen dauerhaft helfen, indem du für ihn tust, was er selbst tun kann – und tun sollte.
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Du kannst den Mutlosen nicht ermutigen, indem du den Erfolgreichen schlecht machst.
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Du kannst das Schlechte nicht verbessern, indem du das Gute bestrafst.
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Du kannst Konflikte nicht lösen, indem du die Verantwortung auf andere abschiebst.
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Du kannst niemanden aufbauen, indem du andere niederdrückst.
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Du kannst nicht erfolgreich arbeiten, wenn du anderen den Erfolg nicht gönnst.






