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Haustier: Ja oder nein? (und wer bestimmt das eigentlich?)

Ich liebe Tiere. Wirklich. Meine Haustierkarriere begann ganz klassisch:
Ein Hamster. Mehr war in der Überbauung damals nicht erlaubt – und so wurde dieser kleine Hamster mein erster Mitbewohner. Er war leise, genügsam, nachtaktiv und hat mich früh darauf vorbereitet, wie es ist, wenn jemand anderes im Haus den Tagesrhythmus bestimmt.

Mit dem Schulaustritt zog meine Familie an die heutige Kyburgstrasse – nur rund 50 Meter Luftlinie vom Wohnblock entfernt, aber gefühlt in eine andere Welt. Die Gemeindegrenze Thun–Steffisburg verläuft bis heute genau an meiner Hauswand. Und plötzlich durfte man Tiere halten. Richtige Tiere.

Den Anfang machte die Findelkatze "Tigerli" aus der Ostschweiz, die uns unglaubliche 20 Jahre begleitete. Eine Katze mit mehr Persönlichkeit als viele Menschen. Sie war Chefin im Haus, und ich war dankbar, dass sie mich in ihrem Revier duldete.

Dann kamen die Zwerghasen, die auf der Dachterrasse ein eigenes Grossprojekt erhielten. Ein riesiges Gehege von ca. 30 m2 – die Hasenversion eines Berner Oberländer Chalets. Dazu der Hund meiner Eltern, Ändu, ein reinrassiger Appenzeller, der mit seiner Gutmütigkeit jede Couch erobert hätte, wenn man ihn gelassen hätte. Im Gegenzug liess er auch keine fremde Personen ohne Terminvoranmeldung ins Gebäude rein.

Später folgten meine beiden Katzen Johnny und Micky. Zwei Charaktertypen: der eine ein kleiner Gentleman, der andere eher der Typ „Ich mache, was ich will – und zwar jetzt“. Leider wurden sie nicht so alt wie meine erste Katze, aber auch sie haben tiefe Spuren hinterlassen - vor allem in einer Zeit, wo ich ziemlich viel im Leben geändert habe.

Und jetzt?


Jetzt ist es still geworden. Kein Miauen, kein Bellen, kein Hoppeln, kein Kratzen an der Tür. Ausgerechnet jetzt, wo ich eigentlich wieder bereit wäre für tierische Gesellschaft.

Also stellt sich wieder einmal die grosse Frage:

Hund oder Katze?

Ein Hund bedeutet Struktur, Bewegung (täte mir gut), klare Ansagen und viele Spaziergänge – manchmal auch bei Wetter, das selbst Fribourgern zu viel wäre.

Eine Katze bedeutet Eleganz, Selbstbestimmung und die ständige Erinnerung daran, wer im Haushalt den Ton angibt. (Tipp: Nicht der Besitzer.)

Ich bin offen für beides. Und ehrlich gesagt:
Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, wen ich will –
sondern wer mich will.

Denn eines habe ich in all den Jahren gelernt:
Tiere suchen sich ihre Menschen manchmal selbst aus.

Micky (vorne) und Johnny (hinten) - Zwillinge
Johnny und Micky waren immer keine 5 Meter auseinander
Ändu
Tigerli

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© 2025 Carlos Reinhard

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