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Das stille Spiel im Hintergrund

Es gibt Hobbys, die man offen zeigt – und es gibt jene, die still im Hintergrund weiterleben. Für mich gehört Schach eindeutig zur zweiten Kategorie. Viele wissen es gar nicht, aber ich habe dieses Spiel früher sehr ernst betrieben.

So ernst, dass ich es einmal bis zu den Internationalen Dortmunder Schachtagen geschafft habe – einem Turnier, das für junge Schachspieler so etwas ist wie Wimbledon für Tennisspieler. Wochenlang analysieren, vorbereiten, Varianten durchgehen, Fehler suchen, wieder spielen, wieder verlieren, wieder gewinnen. Es war eine intensive Zeit.

Doch wie so oft im Leben kam die Militärzeit, danach die Gründung der Familie, der berufliche Aufbau – und irgendwann verschwand das Turnierschach etwas aus meinem Alltag. So wie auch das Tischtennis, das ich damals im Klub mit derselben Leidenschaft spielte.

Was geblieben ist, ist die Faszination. Und das tägliche Ritual.

Heute spiele ich fast jeden Tag ein paar Schnellschachpartien – oft gegen Computer, oft gegen andere Spielerinnen und Spieler auf der weltweit grössten Schachplattform. Manchmal sind es nur fünf Minuten am Morgen, manchmal zehn am Abend. Aber es ist ein Moment der Ruhe, der Konzentration und des Denkens – ein kleiner Gegenpol zum politischen und beruflichen Alltag.

Faszinierend am Schach ist für mich immer noch dasselbe wie früher:
Es ist ein Spiel, das weder laut ist noch Glück braucht – nur Strategie, Geduld und manchmal den Mut, eine unerwartete Kombination zu wagen.

Vielleicht kehre ich eines Tages wieder zu einem echten Turnier zurück.


Aber bis dahin reicht mir dieses stille Hobby, das ich jeden Tag ein wenig pflege – Zug für Zug.

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© 2025 Carlos Reinhard

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